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Die Orientierungsstufe am Gymnasium Eckhorst
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Mein Artikel zum Ausblick auf die Orientierungsstufe im G8-Gymnasium im Dezember 2007 war der folgende:
Unsicherheit wegen G8? – Nein!!! – Aber eine spannende Entwicklung ist der Umbau des Gymnasiums auch für uns!
Ab dem Schuljahr 2008/2009 stellt sich das Gymnasium Eckhorst der Herausforderung G8!
Und wir haben uns viele Gedanken gemacht, damit unsere neuen Fünftklässler diese große Herausforderung meistern können!
Was bleibt in unserer Orientierungsstufe?
So viel Bewährtes wie möglich, so viel Neues wie notwendig! Diesen Satz könnte man als Leitgedanken unserer neuen Orientierungsstufe voranstellen. Wir wollen und werden uns nicht von unseren bewährten pädagogischen Konzepten trennen, sondern diese sinnvoll ergänzen, um das Konzept G8 erfolgreich zu gestalten.
Nach wie vor wollen wir in fachlicher Hinsicht fördern und fordern, um dem Anspruch der Wissensvermittlung und der individuellen Lernentwicklung gerecht zu werden.
Nach wie vor legen wir in sozialer Hinsicht Wert auf soziale Kompetenzen und ein demokratisches Miteinander, wobei zuerst eine möglichst gute Integration in den Klassenverband und das Stärken des Wir-Gefühls im Vordergrund steht.
Nach wie vor wollen wir in persönlicher Hinsicht zur Entfaltung der eigenen Kreativität und dem Mobilisieren von Lernfreude und der individuellen Fähigkeiten beitragen.
Was bedeutet das im Einzelnen?
Aus den oben genannten Gründen achten wir auch weiterhin bei der Zusammensetzung der neuen Klassen darauf, bestehende Klassengemeinschaften zu erhalten und das Prinzip der regionalen Zuordnung zu berücksichtigen.
Wir bieten auch weiterhin ein sehr breit angelegtes Angebot an → Arbeitsgemeinschaften:
- im musisch-kreativen Bereich finden sich Chor, Schulorchester, Band-AG, verschiedene Theater-AGs, Kunst-AG, die als wichtige Mitwirkende auch bei verschiedenen Aufführungen einbezogen sind
- im sportlichen Bereich bieten wir mit Fußball, Volleyball, Badminton, Rhönrad, Leichtathletik u.a. sowohl Mannschafts- als auch Individualsport an und tragen damit dem Bewegungsbedürfnis der Kinder Rechnung
- im naturkundlichen Bereich wird in der Biologie-AG, der Physik-AG und der Chemie-AG kindliche Neugierde angesprochen, verbunden mit der Möglichkeit kleiner Experimente und praktischer Arbeit.
Besonders leistungsstarken Schülern bieten wir die Teilnahme an der Mathematik-Olympiade an, einem bundesweiten Wettbewerb, an dem Schülerinnen und Schüler unserer Orientierungsstufe wiederholt erfolgreich teilgenommen haben. Die englische Theater-AG richtet sich an Orientierungsstufenschülerinnen und -schüler, die besonders leistungsstark in der ersten Fremdsprache sind.
Den Unterricht begleitet weiterhin ein breites Förderprogramm (vgl. Förderkonzept der Schule) in den Hauptfächern, um Unterschiede im Wissensstand unserer neuen Schülerinnen und Schüler auszugleichen.
In diesen Kleingruppen sollen aber auch neu entstandene Lerndefizite (z.B. durch Krankheit) ausgeglichen werden.
Ein besonderer Förderschwerpunkt unserer Schule besteht in der gezielten Hilfestellung für legasthene Kinder.
„Kennenlerntage“: Trotz erhöhter Stundentafel und gewachsener Stoffmenge halten wir an dem bewährten Einstieg in die Orientierungsstufe fest:
An den ersten drei Tagen des 5. Schuljahres gibt es noch keinen Unterricht nach Plan, sondern Projekttage, um den neuen Schülerinnen und Schülern zusammen mit ihren Klassenlehrern etwas Zeit zu geben für all das Neue, das mit dem Schulwechsel verbunden ist: gegenseitiges Kennenlernen, den eigenen Klassenraum erobern und das Schulgebäude erkunden, erste Kontakte zu den neuen Lehrern knüpfen und Schulatmosphäre schnuppern. Eingebunden in diese drei Projekttage ist ein Einschulungsgottesdienst auf freiwilliger Basis, zu dem die Schule gemeinsam mit den Pastoren Bargteheides einlädt.
Soziales Lernen heißt aber auch die Klassengemeinschaft fördern durch Klassenfahrten, Wandertage, Theaterbesuche, gemeinsames Backen und Basteln. Darüber hinaus finden über das Jahr verteilt Aktivitäten für die Stufe statt wie buntes Faschingstreiben, Sport- und Spieletag, Vorlesewettbewerb.
Uns ist es wichtig, dass die Kinder sich in ihrer Persönlichkeit angenommen wissen, dass sie Kompetenzen und Selbstvertrauen entwickeln und sich in unserer Schule wohl fühlen.
Was ist denn nun neu?
Das Unterrichtsangebot umfasst in Klasse 5 die Fächer Deutsch, Englisch, Mathematik, Erdkunde, Biologie, Musik, Kunst, Sport und Religion jetzt mit 30 Wochenstunden. Hierin enthalten ist nicht die Klassenlehrerstunde, an der wir gern festhalten wollen.
In Klasse 6 kommen zu diesen Fächern die zweite Fremdsprache (Französisch oder Latein), Physik, Geschichte und bei einer möglichen Abwahl des Faches Religion auch Philosophie hinzu. Das bedeutet in Klasse 6 dann 33 Wochenstunden.
Diese erhöhte Stunden- und Fächerzahl ist das eigentliche Novum im G8-Gymnasium und wird das Hauptproblem unser neuen Schülerinnen und Schüler sein. Genau deshalb halten wir auch an dem Bewährten fest, um den Übergang zu erleichtern, die Belastung abzufedern und die Freude am Lernen zu erhalten.
Hermann Meyer, 12/2007
Heute, nach mehr als einem Vierteljahr Erfahrung mit dem G8-Gymnasium, muss festgestellt werden, dass sich das „Bewährte“ natürlich bewährt hat und unsere Überlegungen zu möglichen Problemfeldern richtig waren.
Unsere Vorstellungen zur Orientierungsstufe sind im Einzelnen in meinem Text aus dem Jahr 2007 deutlich dargestellt, ich muss sie an dieser Stelle nicht wiederholen.
Klar war uns von Anbeginn der Planung des G8-Gymnasiums, dass unsere Schülerinnen und Schüler trotz des erhöhten Belastungsprofils (Stundenansatz) „Kinder“ bleiben müssen. Was meinten wir damit? Nun, neben der Schule und den Anforderungen des Bildungsganges Gymnasium muss natürlich Zeit für Sport, Spiel und Freunde bleiben. Schule kann und darf nicht alles im Leben eines Orientierungsschülers sein!
Deutlich zeigte sich aber im ersten Vierteljahr, dass unsere Fünftklässler bisher keinerlei Probleme mit der erweiterten Stundentafel haben und den Lernstoff genau so leicht verinnerlichen wie die Jahrgänge vorher. Und Hilfestellungen - sollte es mal etwas „haken“ – gibt’s ja auch genug (schauen Sie sich doch mal unser Förderkonzept an) an unserer Schule.
Damit genügend „Ausgleich“ zu den Anforderungen der Schule bleibt, haben die Klassenlehrerinnen und –lehrer – in enger Zusammenarbeit mit den Eltern – von Anbeginn lenkend eingegriffen und die Hausaufgaben der Fachkolleginnen/Fachkollegen so synchronisiert, dass allen Aspekten (Schule und Freizeit) genüge getan wird.
Zum gleichen Ergebnis – die Kinder haben noch Zeit, Kinder zu sein – kam auch der Arbeitskreis aus Eltern, Klassenlehrern/-lehrerinnen und dem Orientierungsstufenleiter, der die Belastung unserer Fünftklässler fortlaufend beobachtet und diskutiert.
Um den ersten Gedanken meines letzten Artikels aufzugreifen: Die vielen Gedanken und Überlegungen im Kollegenkreis haben sich gelohnt. G8-Gymnasium am Eckhorst funktioniert, besonders auch deshalb, weil die Belastung der Kinder wie der Leistungsstand genau im Auge behalten wird.
Und wenn zukünftig nötig, werden wir Fehlentwicklungen entgegen steuern.
Hermann Meyer, im Dezember 2008
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